Finde kostenlose Hotspots in deiner Umgebung.

Wow! Es geht voran!

30. Januar 2017 - 12:02

Wiesbadener City-WC am Theaterparkplatz, finanziert mit Reklame.  Foto: Michael Schick
 

Man könnte sagen, es geschehen Zeichen und Wunder. Man könnte auch sagen: Steter Tropfen höhlt den Stein. Oder man stellt fest, dass in Frankfurt endlich der Stein ins Rollen kommt, der die Stadt schlagartig auf einen Weg katapultiert, welcher direkt in Richtung „digitale Hauptstadt Deutschlands“ führt.

Was also ist passiert? Erstes Zeichen, erstes Wunder: Der Stadt ist es endlich gelungen, den Vertrag mit der Firma Ströer über die Vermarktung der Außenwerbung im Stadtraum rechtsgültig zu kündigen. (Lesen Sie die Hintergründe zum schwierigen Kündigungsverfahren hier.) Dank der nun tatsächlich erfolgreichen Kündigung kann der betreffende Vertrag zum 1. Januar 2018 neu ausgeschrieben werden. Die Ausschreibung soll im Frühjahr dieses Jahres  erfolgen; der Magistrat erarbeitet derzeit den Ausschreibungstext.

 

Mit der Ausschreibung über die Vermarktung der Außenwerbung kommt einen große Chance auf Frankfurt zu. Wer diesen Blog regelmäßig liest, weiß, wovon die Rede ist: In der Ausschreibung kann die Stadt auch gleich verlangen, dass der zukünftige Außenwerber nicht nur außen wirbt, sondern gleichzeitig Hotspots zur Nutzung von kostenlosem WLAN, vor allem im Innenstadtbereich, einrichtet. Was also bei der Initiative Frankfurt Digitale Hauptstadt schon lange Thema ist, wird nun – Zeichen, Wunder – offiziell vom Ortsbeirat 1 mit einer „Anregung“ an die Stadt eingefordert. Der Ortsbeirat greift in seinem Schreiben an die Stadt die Argumente der Initiative auf: „Während es in vielen Städten dieser Welt, auch in Deutschland, eine zum Teil sogar flächendeckende Versorgung mit kostenlosem WLAN [...] im öffentlichen Raum gibt, hinkt Frankfurt dieser Entwicklung hinterher. Dafür gab es in der Vergangenheit verschiedene Gründe, unter anderem das Problem der sogenannten Störerhaftung, die der Bundestag allerdings im vergangenen Sommer für öffentliche WLAN-Angebote weitestgehend aufgehoben hat. Mit der Neuausschreibung des o. g. Vertrags bietet sich nun die Chance, die Errichtung von WLAN-Hotspots im öffentlichen Straßenraum der Stadt Frankfurt, durch die Nutzung von öffentlichen Toiletten und weiteren Stadtmöbeln, wie z. B integriert in Bushaltestellen, Litfaßsäulen, Sitzbänken und Papierkörben, voranzutreiben – ohne zusätzliche Kosten für den städtischen Haushalt oder die Frankfurter Steuerzahler.“

 

Wäre es kein Schriftstück, wäre es Musik in unseren Ohren. Frankfurt könnte endlich in die Riege digitaler Städte aufsteigen. Frankfurt könnte endlich seinen Einwohnern und internationalen Touristen einen Service bieten, der der Metropole mehr als gut zu Gesicht steht – und damit dem entsprechen, was Menschen von einer weltoffenen, modernen Stadt erwarten. Hoffen wir also sehr, dass die Anregung des Ortsbeirats unter Leitung von Oliver Strank, dem Ortsvorsteher Innenstadt, in die Ausschreibung einfließt. Wir haben fähige, vorausschauende, digital-affine Politiker im Magistrat: Setzen Sie sich durch! Das wird!

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