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Nicht nur digital denken – sondern auch digital handeln

2. Dezember 2015 - 13:27

Ein für uns noch lange nicht ausdiskutiertes Thema ist nach wie vor das Werbeverbot auf der Zeil. Für uns eine absolute Digitalisierungsbremse!

Ist vielleicht gut gedacht, wenn man nicht  alle fünf Meter einen Flyer in die Hand gedrückt bekommen möchte, aber die Stadt Frankfurt lässt sich dadurch auch tausend Chancen entgehen, die City sehr viel digitaler zu gestalten. Eine vernünftige Lösung muss her: Digitale Werbeflächen können nicht nur sinnvoll für die Information zum Beispiel über die Verkehrslage im Stadtgebiet genutzt werden, sondern Händler auf der Zeil hätten endlich ein zeitgemäßes Tool, um Ihre Kunden über aktuelle Angebote zu informieren. Beispielsweise könnten Push-Nachrichten aufs Handy gesendet werden. Das Zauberwort hierfür lautet Beacon oder iBeacon! Durch iBeacon, sind eine Reihe von Diensten möglich: Gezielte Einblendung von Produktinformationen am Point of Sale (POS), Sonderangebote, Lenkung der Besucherwege beim Betreten eines Geschäftes bis zum mobilen Einkauf im Einzelhandel.

Und da schließt sich der Kreis, wenn man bedenkt, dass digitale Werbeflächen gleichzeitig als WLAN-Hotspots fungieren können. Über digitale Werbeflächen könnte die Stadt außerdem zusätzliche Werbeeinnahmen generieren. Doch nicht zuletzt aus diesem Grund sollte Frankfurt  schnellstmöglich zu Großstädten wie Köln oder Berlin aufschließen, die digitale Werbeflächen bereits etabliert haben. In Berlin können außerdem Nachrichten des Katastrophenwarnsystems KATWARN auf den digitalen Werbeflächen angezeigt werden, was sicher auch für Frankfurt großen Mehrwert hätte.
Viele Gastronomiebetriebe und Einzelhändler, unter anderem auch die Drogeriemarktkette dm bietet ihren Kunden mittlerweile kostenfreies WLAN an. Im guten alten Frankfurt gestaltet sich das alles ein bisschen schwieriger…

Doch zum Glück gibt es so engagierte Menschen wie Yannick Schwander, die das Problem erkannt haben und sich für mehr Digitalisierung einsetzen. Der Vorsitzender des Bezirksverbands der Jungen Union Rhein-Main und Pressesprecher der Stadt Bad Vilbel weiß, wie wichtig es ist, dass auch Frankfurt grundlegend digitaler wird. Auch seiner Meinung nach würden sich aus einer umfassenden Digitalisierung vielfältige Möglichkeiten für die Stadt ergeben. Deswegen steht auch er  dem Werbeverbot auf der Zeil skeptisch gegenüber und sieht den großen Nutzen von digitalen Werbeflächen. Zum Beispiel auch im Hinblick auf das fehlende  flächendeckende  WLAN in Frankfurt, das laut Schwander aber DAS wichtigste Argument schlechthin sei, wenn es darum geht, die Stadt digitaler und damit interessanter, zum Beispiel für junge Unternehmen zu machen. Ein Umdenken sei bei diesem Thema also unbedingt nötig.

Also liebes Frankfurt, wäre es nicht langsam an der Zeit nicht nur digital zu denken, sondern auch digital zu handeln?

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