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Neu-Ausschreibung der Werberechte im öffentlichen Raum – jetzt!

23. Juni 2015 - 11:34

Das Thema „Mehr Digitalisierung für Frankfurt“ schlägt immer höhere Wellen. Endlich. Als das Wirtschaftsberatungsunternehmen PwC der Stadt bescheinigte, alles andere als eine Digitalhauptstadt zu sein – wie es die Stadt selbst so gern postuliert –, griff die Presse das Thema auf. Jetzt forderte der FDP-Kreisverband auf seiner Parteiversammlung „freizugängliches Internet, jederzeit, an jedem Ort, für jedermann.“ Eine multikulturelle und pulsierende Stadt wie Frankfurt müsse dies ihren Bürgen und Besuchern anbieten. Wir hätten es nicht besser formulieren können, greift die FDP damit doch eine der zentralen Forderungen unserer Initiative „Frankfurt digitale Hauptstadt“ auf. Die Partei erkennt auch, dass das Angebot eines kostenfreien Internets „mit privater Unterstützung“ einhergehen müsse. Auch Stadtrat Jan Schneider, seines Zeichens Referent für IT, nimmt diese Forderung zum Anlass, seine Meinung kundzutun: „Um es klar zu sagen: Auch ich möchte ein möglichst großflächiges WLAN in Frankfurt am Main. Ich bin aber nicht bereit, dafür das Geld der Steuerzahler auszugeben.“

Herr Schneider? Hallo? Von Steuergeldern war nie die Rede! Vielmehr verschleppt die Stadt Frankfurt seit Jahren eine Neu-Ausschreibung der Werberechte im öffentlichen Raum, mit der nicht nur eine attraktive, neue Stadtmöblierung, sondern auch gleich eine passende WiFi-Infrastruktur installiert werden könnte. Es liegen der Stadt detaillierte Vorschläge vor, die auch das Angebot eines flächendeckenden, kostenfreien WLANs zum Inhalt haben. Eine Ausschreibung würde die Stadt in Sachen Digitalisierung erheblich voranbringen, um nicht zu sagen, aus dem jetzigen digitalen Dornröschenschlaf hinauskatapultieren und damit einen unhaltbaren Anachronismus ad acta legen: Frankfurt ist international, gibt sich modern, freut sich über steigende Touristenzahlen, und erfüllt noch nicht einmal die einfachsten Ansprüche einer mobilen, vernetzten Gesellschaft. Schon vor Jahren hat der Magistrat eine Neu-Ausschreibung der Werbeverträge beschlossen, schon längst hätte Frankfurt zu anderen Städten wie Wiesbaden, Düsseldorf oder Hamburg aufschließen können.

Passiert ist bisher nichts. Jan Schneider ist übrigens auch Dezernent für Reformprojekte. Könnte er mit einer Neu-Ausschreibung der Werberechte und der damit einhergehenden öffentlichen WLAN-Versorgung der Stadt nicht endlich die brachliegende Digitalisierung Frankfurts zu einem erheblichen Teil reformieren? Jeder Bürger, jeder Besucher würde es ihm danken. Er ginge damit sicher in die Geschichte der Stadt ein.

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