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Es könnte so einfach sein zu helfen

17. September 2015 - 16:51

Das ist jetzt ein typischer Fall von „Siehste!“ „Siehste, hätten wir mal kostenfreies WLAN in der Stadt, hätten wir gleich eine ebenso einfach wie effektive Hilfe für die Flüchtlinge.“ „Siehste, gäbe es überall frei zugängliche Hotspots, mindestens in der Innenstadt, hätten es die Flüchtlinge jetzt sehr viel leichter, in Kontakt mit ihren Familien zu treten und sich über wichtige Angebote der Stadt zu informieren.“ Wir wollen damit natürlich nicht die Flüchtlinge zum Vehikel für unser Bestreben machen, Frankfurt endlich mit kostenfreiem und flächendeckendem WLAN zu versorgen. Aber an der aktuell in allen Städten auftauchenden Problematik, dass es Flüchtlingen schon an einfachsten Dingen fehlt – darunter die eigentlich ganz einfach zur Verfügung zu stellende Möglichkeit, ins Internet zu kommen – zeigt sich wieder einmal die Bedeutung eines solchen WLAN-Zugangs und einer digitalen Stadt im Allgemeinen.

Ja, die Störerhaftung ist ein Problem, mit dem sich Städte und gemeinnützige Betreiber von Auffanglagern und Heimen auseinandersetzen müssen. Da ist die Zurückhaltung erstmal verständlich. Aber es wäre der Stadt Frankfurt ein leichtes, mit einfachen Mitteln einen Beitrag zur Willkommenskultur zu leisten – hätte sie schon vor Jahren den Weg geebnet für eine moderne Stadtmöblierung, bei der Hotspots in Werbesäulen oder Bushaltestellen integriert sind. Für die Flüchtlinge, die jetzt in unserer Stadt ankommen, ist der Internetzugang der oft einzige Draht zur Familie im Heimatland, sie koordinieren übers Netz Verabredungen mit anderen Flüchtlingen und erhalten dank Internet erst die Möglichkeit, sich in der Stadt zurechtzufinden, sich gegenseitig zu helfen oder Hilfsangebote ausfindig zu machen. Nicht zu vergessen: Auch Online-Sprachkurse sind über’s Smartphone möglich, Internet vorausgesetzt.

In unserer Stadt bleibt es Organisationen und Initiativen überlassen, sich zusätzlich zu all ihrem Engagement um zuverlässige WLAN-Zugänge zu kümmern. Schade, Frankfurt, da hättest du glänzen können.

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