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Digitale Information für ein digitales Leben versus WLAN-Wüste Deutschland

24. März 2016 - 15:25

Der digitale Bürger, der ein digitalisiertes Leben führt, ist eigentlich schon Gegenwart. In Deutschland und auch Frankfurt ist es bis dahin aber  noch ein weiter Weg. Das beweisen immer wieder die neusten Studien rund um das Thema Digital City. Untersucht und verglichen werden Stadtmerkmale, wie die Internetqualität, das Humankapital, die tatsächliche Internetnutzung oder digitale Verwaltungsangebote. Das Frustrierende: Deutschland und auch unsere Digitale Hauptstadt schaffen es nie über das Mittelfeld hinaus.

Dabei hat die Bundesregierung schon genaue Pläne, wie sie Deutschland zum digitalen Vorreiter machen möchte. So stehen auf der digitalen Agenda der Bundesregierung einfache und digitale Dienstleistungen für Bürger und Bürgerinnen an oberster Stelle. Neben einer Modernisierung der Verwaltung, spielt auch eine enge Zusammenarbeit mit den Ländern und Kommunen eine große Rolle, um so nutzerfreundliche E-Government Angebote zu entwickeln. Trotz vieler solcher Versprechen, ist Deutschland noch immer eine WLAN-Wüste. Anders als in Osteuropa, den USA oder Großbritannien sind öffentliche WLAN-Netze und digitale Dienstleistungen hierzulande keine Selbstverständlichkeit.

Wie man einen Schritt in Richtung digitale Zukunft geht, haben jetzt Neustadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz und auch unser hessisches Gießen bewiesen.  Sie beteiligen sich seit neustem an dem deutschlandweiten Warndienst für mobile Endgeräte „KATWARN“.  Das bundesweite, einheitliche System sendet behördliche Warnungen ortsbezogen zum aktuellen Standort des Nutzers. So werden die Nutzer immer direkt über Unglücksfälle, wie Großbrände, Bombenfunde oder auch die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes informiert. Allein in Gießen haben sich in den ersten Wochen über 3.300 Bürger den Dienst installiert, berichtet Mario Binsch, Kreisbrandinspektor der Stadt.  Seit 2011 ist „KATWARN“ in Deutschland bereits in Betrieb. Immer mehr Landkreise und Städte in ganz Deutschland setzen auf den Warndienst, darunter Metropolen wie Berlin, Hamburg oder München. Nur Frankfurt hinkt mal wieder hinterher und bietet seinen Bürgern noch keine digitalen Dienste wie beispielsweise „KATWARN“ an.

Wie man Digitalisierung im Stadtalltag erfolgreich integrieren kann, zeigt einmal mehr London als digitaler Vorreiter. Dort hat jetzt die Digitalisierung der Fahrgastunterstände begonnen. Der Ausbau ist Teil des sogenannten „London Digital Network“, das aus insgesamt 1.000 Screens bestehen wird. Ziel sei es, London zu einem globalen Schaufenster für digitale Medien zu machen. 2017 sollen allein 50 Prozent der Werbeumsätze in Großbritannien so erwirtschaftet werden. So profitieren Wirtschaft und Londoner Bürger also gleichermaßen. Warum wir also in Frankfurt auch in diesem Bereich sehnsüchtig auf digitale Fortschritte warten, liegt vor allem an der Neuausschreibung der Werberechte, die noch immer auf sich warten lässt. Fest steht auf jeden Fall, dass in Großstädten eine Verbindung mit digitalen Werbeanlagen die optimale Kombination darstellt um Bürger zu informieren. Also Frankfurt, Vorsätze haben wir genug, jetzt müssen wir sie nur noch in die Tat umsetzen.

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